Zum ersten Mal begegnet bin ich diesem Roman, als meine Mutter ihn mir als Kind vorgelesen hat. Und er hat mich damals so beeindruckt, dass ich bis heute immer wieder an Memed denken muss. Und so habe ich auch dieses Buch aus meinem Bücherregal jetzt noch einmal gelesen. Memed lebt am Anfang des 20. Jahrhunderts…

By

Yaşar Kemal: Memed mein Falke [Rezension]

Zum ersten Mal begegnet bin ich diesem Roman, als meine Mutter ihn mir als Kind vorgelesen hat. Und er hat mich damals so beeindruckt, dass ich bis heute immer wieder an Memed denken muss. Und so habe ich auch dieses Buch aus meinem Bücherregal jetzt noch einmal gelesen.

Memed lebt am Anfang des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf am Rande des anatolischen Taurusgebirges. Der Boden ist karg, die Disteln stechen dem, der versucht, ihm etwas Ernte abzuringen, erbarmungslos. Und von jeder Ernte fordert der Grundbesitzer Abdi Aga ein Drittel.

Memed lehnt sich schon als Kind gegen den Aga auf und flieht schließlich mit seiner großen Liebe Hatçe aus dem Dorf. Als man sie im Gebirge findet und auseinanderreißt, beginnt für Memed ein Leben als Rebell und Teil einer Räuberbande, der er sich anschließt.

Der Roman handelt vom sich Auflehnen gegen einen Despoten, und davon, für die eigene Freiheit und die eigenen Prinzipien zu kämpfen und dabei bereit sein, alles zu opfern.

Yaşar Kemal erzählt in einer einfachen Spreche und schafft es trotzdem, die Handlung und auch die Landschaft so lebendig werden zu lassen, dass man ganz in die Welt Memeds und der anatolischen Berge eintaucht.

Hinterlasse einen Kommentar