„Living, I mean. There is no parallel universe. There is no “what could have been if only.” In some ways this gives me a great deal of peace. In other ways it is bitter. How cruel life is only this long.“ Die zu Beginn 73-jährige Sybil schreibt Briefe. An ihre Kinder, ihre beste Freundin, Autorinnen,…

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Virginia Evans: Die Briefeschreiberin (im Original The Correspondent) [Rezension]

„Living, I mean. There is no parallel universe. There is no “what could have been if only.” In some ways this gives me a great deal of peace. In other ways it is bitter. How cruel life is only this long.“

Die zu Beginn 73-jährige Sybil schreibt Briefe. An ihre Kinder, ihre beste Freundin, Autorinnen, Nachbarn. Der Roman besteht aus ihren Briefen und Antworten, die sie darauf erhält, und nach und nach setzt sich ein Bild zusammen. Sybil ist klug und beeindruckend, aber sicherlich nicht perfekt, ich fand sie nicht einmal immer sympathisch.

Wir lernen sie an einem Punkt in ihrem Leben kennen, an dem sie schon vieles erlebt hat, von dem sie manches nie wird überwinden können. Und im Lauf des Romans wächst mir Sybil sehr ans Herz, diese manchmal ungerechte und manchmal übergriffige Frau, deren Leben und Selbstbild so stabil zu sein scheint – und die doch so selbstreflektiert und voller Trauer und Zweifel ist.

Es geht darum, dass das Leben endlich ist, dass Fehler nicht ungeschehen gemacht werden können, manche Entscheidungen unser weiteres Leben bestimmen werden und andere revidiert werden können. Es geht um Abschiede und Neuanfänge, aber auch darum, dass Abschiede bleiben, auch wenn sie kaum zu ertragen sind. Es ist ein wunderbares Buch, das mit jeder Seite besser wird, auch wenn ich es herzzerreißend traurig finde.

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