
Im Original heißt dieser Roman „The Hollow Land“, was ich viel passender finde. Denn natürlich geht es um zwei Familien, deren Söhne Bell und Harry sich miteinander anfreunden, die einen Feriengäste aus London, die Jahr für Jahr ein altes Farmhaus in Yorkshire mieten, die anderen eine Bauernfamilie in Yorkshire. Aber die eigentliche Hauptfigur ist die Landschaft, die so einsam und rauh ist, dass die Menschen es auch sind, und so schön und echt, dass die Menschen, deren Heimat sie ist, ihr tief verbunden sind und ihre Wurzeln so deutlich spüren, dass sie bis heute an Feen glauben.
Die einzelnen Kapitel sind Episoden aus vielen Jahren, in denen die Familie Bateman immer wieder in Yorkshire ihren Urlaub verbringt und sich mit der Zeit dort fast heimischer fühlt als im lauten und hektischen London. Das, was die Menschen in den Episoden erleben, ist gemütlich und etwas aus der Zeit gefallen, es werden Abenteuer erlebt und Schafe versorgt, der Vibe erinnert an Tom Sawyer, Bullerbü oder Darrowby.
Der Roman ist für mich keiner mit viel Tiefgang oder dem Anspruch, neue Perspektiven zu eröffnen, aber er ist eine perfekte Urlaubslektüre für faule Sommertage.
Hinterlasse einen Kommentar