Ein abgeschiedener Hof in der bayrischen Einöde, wenige Jahre nach dem Krieg. Die Bewohner des Hofes, eigenbrötlerische und zurückgezogene Bauern, sind allesamt erschlagen worden. Viele, die die Familie gekannt haben, kommen zu Wort und tragen das bei, was sie über die Familie, den Hof und das, was dort geschehen ist, berichten können. Es kommen Gerüchte…

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Andrea Maria Schenkel: Tannöd [Rezension]

Ein abgeschiedener Hof in der bayrischen Einöde, wenige Jahre nach dem Krieg. Die Bewohner des Hofes, eigenbrötlerische und zurückgezogene Bauern, sind allesamt erschlagen worden.

Viele, die die Familie gekannt haben, kommen zu Wort und tragen das bei, was sie über die Familie, den Hof und das, was dort geschehen ist, berichten können. Es kommen Gerüchte und Geschichten von alter Schuld ans Licht, gleichzeitig sehen wir dem Mörder über die Schulter, ohne sein Gesicht zu kennen. Die eingestreuten Fürbitten lassen auf die gewaltige, erdrückende Schuld schließen, die hier sicherlich mehr als ein Mensch auf sich geladen haben.

Es lässt sich nicht viel mehr über die Handlung sagen, ohne zu viel zu verraten, aber für mich ist die ganze Welt des Romans so lebendig geworden, dass ich kaum glauben kann, wie viel in diesem Buch von gerade mal 120 Seiten steckt.

Der Roman ist unglaublich atmosphärisch und sehr besonders. Unbedingte Empfehlung – auch für alle, die mit Krimis sonst nicht viel anfangen können.

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