
„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Roman wie ein Spitzendeckchen mit Rüschen, wie ein Märchen, wie eine warme Tasse Tee aus einem geblümten Becher. Leky erzählt auf eine schrullige Weise gewissenhaft, weich und doch tief und auf eine ganz einzigartige Art und Weise.
Selma, die aussieht wie Rudi Carrell und Luises Großmutter ist, träumt von einem Okapi, und das bedeutet, dass jemand sterben wird. Im weiteren Verlauf der Geschichte spielen ein riesiger Hund namens Alaska, eine ganze Gemeinschaft von Dorfbewohnern, Verstockung, Aufhocker und ein buddhistischer Mönch eine Rolle.
Es geht auch um Schmerz und Abschied, um ungesagte Wahrheiten, aber vor allem handelt der Roman von unglaublich tiefer, ohne jeden Zweifel verlässlicher, rührend treuer Liebe und Zuneigung, die einen trägt, wenn das Leben einen sonst zu Boden zwingen würde.
Alle Charaktere sind besonders und irgendwie seltsam, alle suchen nach ihrem Platz in der Welt und im Leben, das eben auch in einem kleinen Dorf im Westerwald die ganze Palette bereithält.
Unbedingt zu empfehlen ist übrigens auch das Hörbuch, Sandra Hüller fängt den besonderen Tonfall absolut perfekt ein!
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