
„23 Uhr 12. Eine Autobahntankstelle in einer Sommernacht. Wenn man das Pferd mitrechnet, die Leiche aber nicht, sind zu diesem Zeitpunkt dreizehn Personen vor Ort.“
Der Roman „23 Uhr 12“ erzählt in 12 Kurzgeschichten von 12 Figuren, deren Lebenswege sich in einer Sommernacht an einer Autobahntankstelle kreuzen. Die Szenerie ist getaucht in Neonlicht und während ein Hauch von Heideduft, der von den Ardennen herüberweht, sich mit dem von Benzin mischt, klettert eine alte Frau über die Leitplanke auf die Autobahn.
Jede Geschichte ist ein eigener Abgrund und während man noch dabei ist, sich ungläubig aufzurappeln und überlegt, was zur Hölle das eben gewesen ist, stürzt man mit der nächsten Geschichte schon in den nächsten Abgrund. Alle Geschichten sind völlig unterschiedlich, aber allen ist gemeinsam, dass sie an die Grenzen des Ertragbaren führen, sie sind intensiv, skurril und extrem, aber auf ganz unterschiedliche Art auch irgendwie berührend.
„23 Uhr 12“ ist sicher nichts für schwache Nerven und teilweise nur schwer auszuhalten. Es ist speziell und besonders und absurd, und gerade dadurch war es für mich ein absolut intensives Leseerlebnis.
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