„Last night, I dreamt I went to Manderley again.“ Ich habe „Rebecca“ als Jugendliche zum ersten Mal gelesen und habe es damals schon geliebt. Jetzt, beim zweiten Mal Lesen, habe ich nach der letzten Seite direkt noch einmal von vorne angefangen. Denn dieser großartige Anfang, dessen erste Kapitel schon alles enthalten und doch nichts verraten,…

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Daphne du Maurier: Rebecca [Rezension]

„Last night, I dreamt I went to Manderley again.“

Ich habe „Rebecca“ als Jugendliche zum ersten Mal gelesen und habe es damals schon geliebt. Jetzt, beim zweiten Mal Lesen, habe ich nach der letzten Seite direkt noch einmal von vorne angefangen. Denn dieser großartige Anfang, dessen erste Kapitel schon alles enthalten und doch nichts verraten, ist zugleich Beginn und Ende der Geschichte.

Über den Inhalt kann man eigentlich nicht viel sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Es geht um das Leben einer jungen Frau im England der 1930er Jahre, um einen Landsitz an der englischen Küste, inmitten eines großen Waldstückes und eines mit Rhododendren und Azaleen bewachsenen Gartens, um Geheimnisse und die Schemen der Vergangenheit, die ihre langen Schatten bis in die Gegenwart werfen.

Der Roman ist eine coming of age Geschichte und ein Kriminalroman, eine Liebesgeschichte und ein Schauerroman, und obwohl Daphne du Maurier häufig für ihre deutlich erkennbaren Anleihen an den Werken anderer Schriftstellerinnen, insbesondere an Charlotte Brontës „Jane Eyre“ kritisiert wurde, ist „Rebecca“ doch selbst zu einem unbestrittenen Klassiker der Weltliteratur geworden.

1938 erschienen hat es durchaus eine gewisse Patina, die aber so perfekt zur Handlung passt, dass das Buch auch im letzten Jahr erschienen sein könnte. Und obwohl wahrscheinlich die meisten den Roman oder eine seiner Verfilmungen kennen, ist es ein Buch, das immer wieder lohnt, noch einmal gelesen zu werden.

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